SVS Ver­wal­tungs­ge­bäu­de, Graz

Holz­bau im urba­nen Raum wird hier zum stadt­bild­prä­gen­den Impuls: Vier­eck Archi­tek­ten set­zen mit dem neu­en SVS-Büro­ge­bäu­de in Graz ein kla­res Zei­chen für die Zukunft des Bau­ens — öko­lo­gisch wir­kungs­voll, tech­no­lo­gisch aus­ge­reift und gestal­te­risch zeit­los. Als ers­tes Gebäu­de eines städ­te­bau­li­chen Ensem­bles, mar­kiert der 5- gescho­ßi­ge Holz­bau den Auf­takt einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lungs­ach­se und demons­triert, wie nach­hal­ti­ge Mate­ri­al­wahl, sicht­ba­re Kon­struk­ti­on und städ­te­bau­li­che Prä­senz zu einem Inno­va­ti­ons­mo­dell für fle­xi­ble, kli­ma­ori­en­tier­te Arbeits­um­ge­bun­gen ver­schmel­zen kön­nen.

Archi­tek­tur und Nach­hal­tig­keit
Das Gebäu­de ver­bin­det zeit­lo­se Sach­lich­keit mit nach­hal­ti­gem Mate­ri­al­aus­druck: eine redu­zier­te For­men­spra­che, wei­che abge­run­de­te Ecken und eine zurück­hal­ten­de Mate­ri­al­pa­let­te aus Sicht­holz und Glas. Der rei­ne Holz­bau — aus­ge­nom­men Trep­pen­haus und Lift­kern — posi­tio­niert das Pro­jekt inner­halb eines moder­nen, nach­hal­ti­gen Mini­ma­lis­mus, der kla­re Pro­por­tio­nen mit tak­ti­ler Sinn­lich­keit ver­eint.

Das Gebäu­de kom­mu­ni­ziert Trans­pa­renz, Nach­hal­tig­keit und Ver­läss­lich­keit zugleich. Das offe­ne Erd­ge­schoss signa­li­siert Zugäng­lich­keit und Dia­log mit dem städ­ti­schen Raum; die sicht­ba­re Holz­kon­struk­ti­on trans­por­tiert die Bot­schaft eines kli­ma­be­wuss­ten Arbeit­ge­bers (517.359 kg ver­bau­tes Holz, 931 t CO₂‑Äquivalent gespei­chert). Als Holz­bau sen­det das Gebäu­de ein kla­res städ­te­bau­li­ches Signal für nach­fol­gen­de Bau­ten und adres­siert glei­cher­ma­ßen Nut­zer, Besu­cher und das urba­ne Umfeld.

Fas­sa­de
Die Fas­sa­de des Büro­ge­bäu­des beruht auf einer prä­zi­sen, rhyth­mi­schen Glie­de­rung: vor­ver­grau­te Weiß­tan­nen- Sicht­scha­lung und BSH Lamel­len defi­nie­ren ein fei­nes, ver­ti­ka­les Ras­ter, das Fens­ter­fel­der klar fasst und dem Bau­kör­per eine ruhi­ge, skulp­tu­ra­le Prä­senz ver­leiht. Die durch­ge­hend 16 m hohen Lamel­len erzeu­gen eine mar­kan­te Ver­ti­ka­li­tät, wäh­rend das trans­pa­ren­te Erd­ge­schoss mit raum­ho­her Glas­fas­sa­de das Gebäu­de zur Umge­bung öff­net. Schlan­ke Lüf­tungs­flü­gel sind dezent ins Fas­sa­den­bild inte­griert und beto­nen die tech­ni­sche Intel­li­genz der Hül­le, ohne ihre natür­li­che Mate­ria­li­tät zu stö­ren.
Ästhe­tisch erzeugt die fein­glied­ri­ge Holz­fas­sa­de eine ruhi­ge, huma­ne Monu­men­ta­li­tät und refe­ren­ziert zur Denk­mal­ge­schütz­ten Fas­sa­de des Nach­bar­ge­bäu­des. Die vor­ver­grau­te Ober­flä­che ver­än­dert sich mit Licht und Jah­res­zei­ten, wäh­rend das ver­ti­ka­le Ras­ter Tie­fe und leben­di­ge Schat­ten­wür­fe aus­bil­det. Die schwe­bend wir­ken­den Ober­ge­schos­se ver­lei­hen dem Bau­kör­per Leich­tig­keit; die war­me Holz­far­be kon­tras­tiert ange­nehm mit den kla­ren Glas­flä­chen und inte­griert sich sub­til in die Stadt­land­schaft.

Inte­ri­or Design
Im Inne­ren setzt das Pro­jekt das Holz­kon­zept kon­se­quent fort: BSH‑Stützen und BSP‑Massivholzdecken blei­ben gezielt sicht­bar und prä­gen ein natür­li­ches, ruhi­ges Raum­kli­ma mit hoher Auf­ent­halts­qua­li­tät. Licht­durch­flu­te­te, fle­xi­ble Arbeits­land­schaf­ten bie­ten varia­ble Arbeits­platz­kon­fi­gu­ra­tio­nen und för­dern Kom­mu­ni­ka­ti­on sowie Kon­zen­tra­ti­on. Das inno­va­ti­ve Licht­kon­zept — nur zwei Steh­leuch­ten je 4er Büro mit Prä­senz­mel­dern und auto­ma­ti­scher tages­licht­ab­hän­gi­ger Steue­rung — opti­miert Ener­gie­ver­brauch und visu­el­le Behag­lich­keit am Arbeits­platz.
Die Innen­ar­chi­tek­tur ist geprägt von einer kla­ren, funk­tio­na­len Raum­struk­tur, die durch geziel­te Zonie­run­gen unter­schied­li­che Nut­zungs­be­rei­che defi­niert. Rück­zugs- und Arbeits­ni­schen wer­den als kom­pak­te, gepols­ter­te Ein­bau­ten aus­ge­bil­det uns schaf­fen akus­tisch sowie visu­ell geschütz­te, infor­ma­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­rei­che. Die fein abge­stimm­te Farb­pa­let­te aus gedämpf­ten Grün- und Erd­tö­nen schafft eine ruhi­ge Arbeits­at­mo­sphä­re und ver­leiht den ein­zel­nen Berei­chen eine har­mo­ni­sche Aus­strah­lung. Dem gegen­über ste­hen offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Auf­ent­halts­zo­nen, die durch war­me Mate­ria­li­en und eine stär­ke­re Farb­prä­senz cha­rak­te­ri­siert sind. Sicht­ba­res Holz in tra­gen­den und raum­bil­den­den Ele­men­ten bringt Natür­lich­keit und kom­ple­xe Holz­kon­struk­ti­on visu­ell zum Aus­druck. Die Holz­ober­flä­chen wer­den ergänzt durch tex­ti­le und wei­che Mate­ria­li­en und opti­mie­ren so die Auf­ent­halts­qua­li­tät. Gezielt ein­ge­setz­te Farb­ak­zen­te in Rot­tö­nen struk­tu­rie­ren die Innen­räu­me und heben gemein­schaft­lich genutz­te Zonen wie Küchen- und Auf­ent­halts­be­rei­che her­vor. Eine kla­re, ruhi­ge For­men­spra­che, redu­zier­te Möblie­rung und fein abge­stimm­te Details fügen sich zu Räu­men zusam­men, die zeit­los wir­ken und gleich­zei­tig fle­xi­bel nutz­bar sind. Ins­ge­samt ent­steht ein gesun­des, effi­zi­en­tes Arbeits­um­feld, das Mate­ria­lehr­lich­keit, Wohl­be­fin­den und Nach­hal­tig­keit wir­kungs­voll ver­bin­det.


Tim­ber con­s­truc­tion in urban envi­ron­ment beco­mes a defi­ning urban impul­se: Vier­eck Archi­tek­ten make a clear state­ment about the future of buil­dings with the new SVS office buil­ding in Graz — eco­lo­gi­cal­ly effec­ti­ve, tech­no­lo­gi­cal­ly matu­re and aes­the­ti­cal­ly tim­e­l­ess. As the first buil­ding of an urban ensem­ble, the five‑storey tim­ber struc­tu­re marks the start of a sus­tainable deve­lo­p­ment and demons­tra­tes how sus­tainable mate­ri­al choices, visi­ble con­s­truc­tion and urban pre­sence can mer­ge into an inno­va­ti­on model for fle­xi­ble, climate‑oriented work envi­ron­ments.

Archi­tec­tu­re and Sus­taina­bi­li­ty
The buil­ding com­bi­nes tim­e­l­ess aes­the­tics with a sus­tainable mate­ri­al expres­si­on: a redu­ced voca­bu­la­ry of form, soft­ly roun­ded cor­ners and a res­trai­ned mate­ri­al palet­te of expo­sed tim­ber and glass. The tim­ber con­s­truc­tion — except for the stair­well and lift core — posi­ti­ons the pro­ject within a modern, sus­tainable mini­ma­lism that unites clear pro­por­ti­ons with tac­ti­le sen­sua­li­ty. The buil­ding com­mu­ni­ca­tes trans­pa­ren­cy, sus­taina­bi­li­ty and relia­bi­li­ty at once. The open ground flo­or signals acces­si­bi­li­ty and dia­lo­gue with the urban realm; the visi­ble tim­ber struc­tu­re con­veys the mes­sa­ge of a climate‑conscious deve­lo­p­ment (517,359 kg of wood used, 931 t CO₂ equi­va­lent stored). As a tim­ber buil­ding, it sends a clear urban signal for sub­se­quent deve­lo­p­ments and addres­ses users, visi­tors and the built envi­ron­ment ali­ke.

Faça­de
The office building’s faça­de is based on a pre­cise, rhyth­mic arti­cu­la­ti­on: pre‑weathered sil­ver fir clad­ding and Glu­lam (CLT) slats defi­ne a fine ver­ti­cal grid that frames the win­dow bays and gives the volu­me a calm, sculp­tu­ral pre­sence. The con­ti­nuous 16 m high slats crea­te a striking ver­ti­cal­i­ty, while the trans­pa­rent ground flo­or with full‑height gla­zing, opens the buil­ding to its sur­roun­dings. Slim ven­ti­la­ti­on vents are dis­creet­ly inte­gra­ted into the faça­de and empha­si­ze the tech­ni­cal intel­li­gence of the enve­lo­pe wit­hout dis­tur­bing its natu­ral appearance. Aes­the­ti­cal­ly, the fine­ly arti­cu­la­ted tim­ber faça­de pro­du­ces a calm, huma­ne monu­men­ta­li­ty and refe­ren­ces the lis­ted faça­de of the neigh­bor­ing buil­ding. The pre‑weathered sur­face chan­ges with light and sea­sons, while the ver­ti­cal grid crea­tes depth and a dyna­mic shadow play. The see­mingly floa­ting upper storeys lend light­ness to the volu­me; the warm tim­ber tone con­trasts plea­sant­ly with the clear glass sur­faces and subt­ly inte­gra­tes into the urban land­scape.

Inte­ri­or Design
Insi­de, the pro­ject con­sis­t­ent­ly con­ti­nues the tim­ber con­cept: Glu­lam (CLT) colum­ns and cross‑laminated tim­ber (BSP) solid tim­ber cei­lings are inten­tio­nal­ly expo­sed and crea­te a natu­ral, calm inte­ri­or cli­ma­te with high qua­li­ty of stay. Light‑filled, fle­xi­ble work land­scapes offer varia­ble work­sta­tion con­fi­gu­ra­ti­ons and pro­mo­te both com­mu­ni­ca­ti­on and con­cen­tra­ti­on. The inno­va­ti­ve light­ing con­cept — only two flo­or lamps per 4‑person office with pre­sence detec­tors and auto­ma­tic daylight‑dependent con­trol — opti­mi­zes ener­gy use and visu­al com­fort at the work­place. The inte­ri­or archi­tec­tu­re is defi­ned by a clear, func­tion­al spa­ti­al struc­tu­re, with tar­ge­ted zonings that delinea­te dif­fe­rent usa­ge are­as. Retre­at and work niches are desi­gned as com­pact, uphols­te­red inserts, crea­ting acou­sti­cal­ly and visual­ly shel­te­red, infor­mal com­mu­ni­ca­ti­on spaces. The fine­ly tun­ed color palet­te of muted greens and earth tones crea­tes a calm working atmo­sphe­re and gives indi­vi­du­al are­as a har­mo­nious cha­rac­ter. In con­trast, open com­mu­ni­ca­ti­on and lounge zones are cha­rac­te­ri­zed by warm mate­ri­als and stron­ger color pre­sence. Expo­sed tim­ber in load‑bearing and spa­ti­al­ly defi­ning ele­ments brings natu­ral­ness and com­plex tim­ber con­s­truc­tion visual­ly to the fore­ground. Tim­ber sur­faces are com­ple­men­ted by tex­ti­les and soft mate­ri­als, ther­eby enhan­cing the qua­li­ty of stay. Deli­bera­te­ly used red color accents struc­tu­re the inte­ri­or and high­light com­mu­nal zones such as kit­chen and lounge are­as. A clear, calm lan­guage of form, redu­ced fur­nis­hings and fine­ly tun­ed details com­bi­ne into spaces that appear tim­e­l­ess while remai­ning fle­xi­bly usable. Over­all, a healt­hy, effi­ci­ent working envi­ron­ment is crea­ted that effec­tively links honest mate­ri­als, well‑being and sus­taina­bi­li­ty.

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